Trauma, Natur und die Sehnsucht nach Verbundenheit

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Sehnsucht nach Verbundenheit

Wann hast du das letzte Mal Verbundenheit gefühlt? Verbundenheit mit dir selbst und deinen Wünschen und Bedürfnissen? Oder verbunden mit einem anderen Menschen oder einer Sache, die dir wichtig ist? Ich hätte diese Fragen lange Zeit gar nicht beantworten können, weil ich das Gefühl von Verbundenheit nicht kannte.

Inzwischen weiß ich auch aus Gesprächen mit anderen Menschen mit Trauma, dass es enorm schwer sein kann, Verbundenheit zu spüren. Weil man sich von den Mitmenschen häufig missverstanden fühlt, weil man sich alleine sicherer fühlt oder weil man nicht weiß, wie es sich echte Verbundenheit überhaupt anfühlt.

Abgeschnitten statt verbunden sein

Wenn man traumatische Erfahrungen gemacht hat, wirkt sich das auf Körper und Seele gleichermaßen aus. Oft funktionieren wir zwar im Alltag weiter, leben aber völlig abgeschnitten von unseren Gefühlen, Bedürfnissen und Körperempfindungen.

Ich kann mich gut erinnern, dass ich mich zwar in Selbstfürsorge üben wollte, zum Beispiel mit tollen Kosmetikprodukten, aber das Gefühl, mir damit etwas Gutes zu tun, nie wirklich fühlbar in meinem Körper ankam.

Inzwischen habe ich gelernt, insbesondere dank therapeutischer Unterstützung, mich mit mir selbst verbunden zu fühlen, aber auch mit anderen Menschen und der Natur.

In diesem Beitrag möchte ich deshalb den Zusammenhang zwischen Trauma, Natur und Sehnsucht nach Verbundenheit beleuchten.

Was versteht man unter Verbundenheit?

Laut Duden bedeutet Verbundenheit ein Gefühl von Zugehörigkeit mit jemandem zu haben. Folgt man dem Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun, dann gehört das Gefühl verbunden zu sein, sogar zu unseren vier Grundbedürfnissen – neben wertvoll, frei und geliebt.

Wie wichtig Verbundenheit wirklich ist, haben wir im Rahmen der Corona-Pandemie erfahren. Plötzlich wurden unsere sozialen Beziehungen stark beschränkt, wir fühlten uns isoliert, einsam oder abgetrennt. Verbundenheit dagegen basiert auf einem Zustand enger Bindung und Beziehung zu einer Person, Gruppe oder auch der Natur.


Connection – our deepest desire and our greatest fear.
Dr. Laurence Heller

Wie hängen Trauma und Verbundenheit zusammen?

Gerade das Gefühl der Zugehörigkeit fehlt Menschen mit Trauma oft. Sie fühlen sich abgeschnitten von sich selbst und der Welt. Aber auch von erfüllten Beziehungen und Freundschaften. Der Trauma-Expertin Verena König zufolge kann der Mangel an Verbundenheit im Zusammenhang mit Trauma zwei Gründe haben: die fehlende Verbindung zu uns selbst und der Wiederstreit zwischen Angst und Nähe.

Um mit traumatischen Erfahrungen zu leben, bleibt uns oft nur der Funktionsmodus. Nach außen hin läuft unser Leben gut, aber innerlich sind wir nicht mit uns selbst verbunden. Denn im Inneren lauern unverarbeitete Emotionen. Oder wir sind mit anderen Traumasymptomen konfrontiert, die es uns schwer machen, wirklich mit unserem Körper und uns selbst in Verbidnung zu treten.

Innerer Zwiespalt: Sehnsucht versus Angst

Die mit Trauma einhergehende Angst vor Nähe kann ein weiterer Fallstrick auf dem Weg zu mehr Verbundenheit sein. Denn wenn die Erfahrung von Beziehung und Bindung schon früh mit dem Gefühl der Angst verknüpft wurde, dann stellt der Wunsch nach Verbundenheit eine große Herausforderung dar.

Das gilt insbesondere für Menschen mit Bindungstrauma oder Entwicklungstrauma, deren Bedürfnis nach Verbundenheit zwar häufig groß ist, aber gleichzeitig damit auch Angst vor Dingen wie Selbstaufgabe, Kontrollverlust oder Grenzüberschreitungen verknüpfen.


Lese-Tipp: Wenn du mehr über die Folgen von Bindungstrauma oder Entwicklungstrauma wissen möchtest, empfehle ich dir die Webseite der ehemaligen Selbsthilfegruppe für Bindungstrauma in Bonn.

Welche Rolle spielt die Natur beim Thema Verbundenheit?

Dass wir Menschen Teil der Natur sind, ist kein Geheimnis. Ebenso wenig die Tatsache, dass wir uns inzwischen stark von unserer Verbundenheit zur Natur entfernt haben. Denn obwohl wir ohne die Natur nicht überleben könnten, hat sich unser Verhältnis zu ihr im Laufe der Zeit stark gewandelt.

Statt Verbundenheit sind immer stärker wirtschaftliche und politische Themen in den Vordergrund gerückt, was aus meiner Sicht auf eine Entfremdung des Menschen von der Natur schließen lässt. Andererseits: War unser Verhältnis zur Natur je wirklich einfach?

Mensch und Natur: Eine komplizierte Beziehung

Wohl kaum, denn auch als wir noch als Jäger und Sammler unter freiem Himmel gehaust und uns vor Säbelzahntigern gefürchtet haben, begann sich irgendwann ein Konflikt zwischen Ressourcennutzung auf der einen Seite und beginnender Ausbeutung auf der anderen Seite abzuzeichnen.

Was sich definitiv verändert hat, sind die Dimensionen. Und unsere Wahrnehmung der Natur. Denn bedingt durch die technologischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte erscheint uns heute Vieles selbstverständlich, wovon unsere  Vorfahren nur träumten: Pflanzen-Apps, Baumwipfelpfade, Premium-Wanderwege oder Hotels in Form von Baumhäusern.

Doch wie steht es jetzt mit unserer Verbundenheit zur Natur?

Unsere Verbundenheit zur Natur ist aus meiner Sicht ausbaufähig.

Denn während ich das hier schreibe, muss ich an meinen gestrigen Spaziergang denken: Menschen, die auf E-Bikes an mir vorbei gebrettert sind ohne die Natur um sie herum auch nur eines Blickes zu würdigen, abgeknickte Äste und zertretene Pilze am Wegesrand, Zigarettenstummel an einer Ruhebank im Wald und eine achtlos entsorgte Milchschnitte-Verpackung im Gebüsch am Parkplatz.

Von Verbundenheit zeugt das für mich nicht. Dabei kann die Natur einen wertvollen Beitrag dazu leisten, dass wir uns wieder mehr mit uns und untereinander verbunden fühlen.


Lese-Tipp: Wenn du wissen willst warum Wasser entpannender sein kann als Wald empfehle ich dir den Blogbeitrag Meer statt Wald: Wieso Wasser mehr entspannt, der sehr interessante Erkenntnisse enthält.

Warum Kontakt zur Natur nicht automatisch Verbundenheit mit der Natur bedeutet

Eine kürzlich erschienene systematische Übersichtsarbeit, die 832 unabhängige Studien umfasst, liefert eine wichtige Zusammenfassung und neue Beweise dafür, warum der Unterschied zwischen Naturkontakt und Naturverbundenheit wichtig ist und dass es für eine nachhaltige Zukunft essentiell ist, sich auf psychologische Naturverbundenheit zu konzentrieren.

Physische versus psychologische Naturverbundenheit

Aufenthalte, Wanderungen und allgemeiner Kontakt zur Natur werden oft als Naturverbundenheit eingestuft, in Studien wird dafür häufig der Begriff „physische Naturverbundenheit“ verwendet, obwohl er für Verwirrung sorgen kann.

Denn eigentlich ist mit Verbundenheit zur Natur eher die “psychologische Naturverbundenheit” gemeint, d.h. eine gefühlsmäßige Bindung an die Natur oder die Auffassung, ein Teil der Natur zu sein.

Psychologische Naturverbundenheit: Ungewohnt aber förderlich

Leider wird dieses Verständnis von Verbundenheit zur Natur oft belächelt. Denn damit werden Dinge wie Umarmen von Bäumen, Achtsamkeitsrituale oder kreative Aktivitäten wie Mandala legen oder Steinskulptur bauen assoziiert.

Die Auswertung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse zeigt jedoch, dass genau diese psychologische Naturverbundenheit förderlich für unsere Gesundheit ist. Mehr noch: Sie zeigte, dass diese Art der Verbundenheit der Natur auch zu mehr Umweltschutz führt, was im Hinblick auf die aktuelle Lage dringend nötig ist.

Umarmung eines Baums in einem Park

Wie kann ich über die Natur zu mehr Verbundenheit finden?

Indem du anfängst, mehr Zeit draußen zu verbringen 🙂

Auch wenn es ein “ToDo” mehr auf deiner Liste bedeutet, ist es wichtig, einfach raus zu gehen. Eine Runde um den Block, ein kleiner Spaziergang am Sonntagnachmittag oder ein Kurzurlaub am Meer oder in den Bergen.

Versuch dabei, offen zu sein, für deine Umgebung, aber auch für deine Erfahrungen, denn sie sind wichtig, um zu mehr Verbundenheit zu finden.

Ein paar Grundregeln, die ich für wichtig halte

  • Stelle dabei dein Smartphone auf lautlos und nutze es höchstens für Fotos
  • Zieh dich so an, dass dir weder zu warm noch zu kalt ist
  • Nimm alles mit, was du für dein Wohlbefinden brauchst (z.B. Trinken)
  • Wähle keine Strecke oder Gegend, die total überlaufen ist

Natürlich sind das nur Vorschläge, die nicht in Stein gemeißelt sind.

5 Tipps, um mehr Verbundenheit zur Natur zu entwicklen

Hier kommen fünf Tipps, die dir als Anregung dienen sollen, um zu mehr Naturverbundenheit zu finden.

1. Nutze deine fünf Sinne: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen

Klingt banal, ich weiß. Dennoch darf dieser Tipps nicht fehlen, denn es ist gar nicht so  einfach, mit einem vollen Kopf loszugehen und seine fünf Sinne zu aktivieren. Schließlich erfordert das „Umschalten“ vom Denken ins Fühlen, vom Kopf in den Körper.

Du kannst zum Beispiel damit anfangen, dass du bewusst Dinge benennst, die dir draußen begegnen. Oder dich nur auf die Geräusche in deiner Umgebung konzentrieren. Vielleicht kannst du wahrnehmen, wie sich die Wegbeschaffenheit immer mal wieder ändert oder einen Tannenzapfen oder einen Ast in die Hand nehmen und erkunden. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.


Lese-Tipp: Eine gute Möglichkeit deine Sinneswahrnehmung zu schulen ist auch Waldbaden, über das du in meinem Beitrag Weniger Stress dank Waldbaden: 7 Tipps für Menschen mit Trauma mehr erfährst.

2. Variiere dein Tempo: Deine eigene Geschwindigkeit entdecken

Joggen oder Fahrradfahren eignen sich nicht besonders gut für die Entwicklung von Verbundenheit zur Natur. Klar, du bewegst dich dabei durch die Natur, aber deine Wahrnehmung ist eher auf den Weg vor dir konzentriert.

Deutlich einfacher ist es, beim Gehen dein Tempo zu variieren. Oder auch mal staunend stehen zu bleiben, weil dir ein interessantes Blatt an einem Baum ins Auge gesprungen ist (von dem du vielleicht ein Foto machen möchtest).

Indem du dein Tempo beim Draußensein immer mal wieder bewusst veränderst, veränderst du automatisch auch dein Bewusstsein für dich und deine Umgebung. Und das hilft, die Natur mit anderen Augen wahrnehmen zu lernen.


Die Natur muss gefühlt werden.
– Alexander von Humboldt

3. Komm ins Spüren: Raus aus dem Kopf, rein in den Körper

Im Alltag verfallen wir schnell in eine Art Autopilot-Modus, indem wir die Dinge tun wie immer und die Gedanken denken, die uns gerade durch den Kopf gehen. Apropro Kopf, genau darin liegt ein Stolperstein auf dem Weg zu mehr Verbundenheit mit dir und der Natur. Denn um Verbundenheit zu empfinden, müssen wir ins Spüren kommen.

Ein guter Ausgangspunkt dafür kann dein Atem sein. Beobachte einfach, wie er ohne dein bewusstes Zutun kommt und geht und sich dein Brustkorb dabei leicht hebt und senkt. Vielleicht kannst du auch spüren, wie sich deine Füße gerade anfühlen – warm, kalt, angespannt, locker oder irgendwas dazwischen.

Gerade für Menschen mit Trauma kann das bewusste Hineinspüren in den eigenen Körper zur Herausforderung werden. Denn im Körper steckt auch das Trauma und mit ihm heftige Gefühle, Erinnerungen und jede Menge Stress.

Überfordere dich daher nicht und wenn Spüren gerade nicht das Richtige für dich ist, ist das absolut ok.

Hand an der Rinde eines Baums vor einem Weg, der umgeben ist von Bäumen mitten im Wald

4. Werde kreativ: Die Natur als Gestaltungsraum nutzen

In der Natur deinen künstlerischen Impulsen freien Lauf zu lassen, ist ein weiterer Tipp, um mehr in Verbundenheit mit der Natur zu kommen. Und natürlich mit deiner eigenen Kreativität. Die Möglichkeiten dazu sind praktisch endlos, denn draußen finden sich je nach Umgebung, Jahreszeit und Ort jede Menge Naturmaterialien, die du nutzen kannst.

Du kannst zum Beispiel aus Eicheln eine Form legen, mit Steinen einen Turm bauen oder aus trockenen Blättern ein Muster legen. Oder du legst aus kleinen Stöcken einen Bilderrahmen und nutzt diesen, um ein aktuelles Thema bildlich darzustellen.

Wichtig ist nur, dass du beim Kreativ werden nichts kaputt machst oder zerstörst. Denn das würde eindeutig dem Gedanken der Verbundenheit zur Natur zuwiderlaufen.

Und fang ruhig klein an, es muss nicht gleich ein großes Mandala mit diversen Materialien sein. Auch mit einem einzelnen Stein, den man zielgerichtet platziert, kann man kreativ werden 🙂

5. Sei achtsam: Bewusst in der Gegenwart verweilen

Um eine Beziehung zur Natur aufzubauen, braucht es auch die Fähigkeit, ganz im Hier und Jetzt zu sein. Also, mit deiner Aufmerksamkeit dort zu sein, wo du gerade bist. Sei es im Wald, auf einer Wiese oder am Strand. Denn Verbundenheit ist ein Gefühl, anders ausgedrückt ein körperliches Empfinden, das wir in unserem Inneren wahrnehmen.

Wenn ich aber gedanklich gerade in der Vergangenheit oder Zukunft unterwegs bin, kann sich keine echte Verbundenheit einstellen. Es lohnt sich also, sich in Achtsamkeit zu üben, um besser mit sich selbst und dem eigenen Körper in Kontakt zu kommen aber auch mit der Natur um uns herum.

Für Menschen mit Trauma kann das ein kleinschrittiger und manchmal herausfordernder Prozess sein, der sich dennoch lohnt. Denn achtsam sein ist die Voraussetzung dafür, um echte Verbundenheit spüren zu lernen.

Und was hat die Natur mit Trauma und der Sehnsucht nach Verbundenheit zu tun?

Aus meiner Sicht eine ganze Menge. Denn die Natur bietet Menschen mit Trauma einen sicheren Raum, um neue Erfahrungen zu machen. Mit sich selbst, aber auch im Kontakt zur Natur selbst. Denn der Kontakt zur Natur fällt oft leichter als der Kontakt zu Mitmenschen, der durchaus herausfordernd und triggernd sein kann.

Ein großer Pluspunkt der Natur ist außerdem ihre positive Wirkung auf unser Nervensystem. Durch den entspannenden Effekt gelingt es der Natur, den angestauten Stress ein Stück zu reduzieren und so Raum für neue Erfahrungen zu schaffen, sei es hinsichtlich unserer Selbstwahrnehmung, sei es im Kontakt zur Natur.

Die Verbundenheit zu uns selbst ist die Basis

Um Verbundenheit wirklich spüren zu können, müssen wir nämlich zuerst eine Verbindung zu uns selbst herstellen. Denn diese Verbindung ist die Voraussetzung dafür, sich auch mit anderen Menschen oder der Natur verbunden fühlen zu können.

Die Sehnsucht nach Verbundenheit, die viele Menschen mit Trauma spüren, rührt also im Grunde genommen aus dem Wunsch nach einer Beziehung zu sich selbst, die ihnen durch ihre Erfahrungen bisher verwehrt geblieben ist.

Die Natur als wohlwollender Übungs- und Erfahrungsraum

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie groß diese Sehnsucht sein kann, aber auch, wie schwer sie zu erfüllen ist. Oft fällt es mir in der Natur tatsächlich leichter Verbundenheit zu spüren, weil die Natur wertungsfrei, wohlwollend und akzeptierend ist.

Denn auch wenn ich inzwischen in der Therapie lernen durfte, wie sich echte Verbundenheit im Körper anfühlt, kämpfe ich weiter regelmäßig mit meinen “alten” Traumagefühlen, die wenig mit Verbundenheit zu tun haben.

Dazu passt auch das Buch des Trauma-Experten und Therapeuten Dr. Laurence Heller: Connection: Our deepest desire and greatest fear. Denn für Menschen mit einem Bindungstrauma ist und bleibt Verbundenheit der tiefste Wunsch und die größte Angst, also eine Herausforderung auf dem Weg der Traumaheilung.

Fazit: Nutze die Natur um Verbundenheit zu entwicklen

Wir alle sehnen uns nach Verbindung: zu uns selbst und zu anderen Menschen. Als soziale Wesen sind wir auf Verbundenheit angewiesen. Denn ohne Beziehungen und Zugehörigkeit fehlt unserem Leben die Basis für die Erfüllung dieses wichtigen Grundbedürfnisses. 

Tragischer Weise unterbinden traumatische Erfahrungen das Gefühl der Verbundenheit, als Betroffene fühlen wir uns stattdessen oft abgeschnitten, isoliert und einsam.

Und es kann eine Herausforderung sein, diese Unverbundenheit aufzulösen. Weil das Thema mit zwiespältigen Empfindungen verknüpft ist: Sehnsucht auf der einen Seite, Angst auf der anderen Seite.

Es kann daher aus meiner Sicht durchaus Sinn machen, sich zunächst in Verbundenheit zur Natur zu üben. Denn die Natur bietet einen sicheren Erfahrungsraum, über den wir überhaupt wieder mit uns selbst in Verbindung kommen können.

Sie bietet außerdem vielfältige Möglichkeiten, sich in Verbundenheit zu üben: Sinneswahrnehmungen, Geschwindigkeit, Spürbewusstsein, Kreativität und Achtsamkeit, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Erst wenn wir wieder zu uns selbst finden und eine Verbundenheit zu unserem unversehrten inneren Kern spüren lernen, gelingt es uns auch mit anderen Menschen in echten Kontakt zu kommen und Verbundenheit zu spüren. Und damit unsere größte Sehnsucht zu stillen.

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